LEG LOS

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Welttag des Stotterns am 22. Oktober

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3. internationale Tag der SES am 16.10.2020

In diesem Jahr werden wir zum dritten Mal der Internationale Tag der Sprachentwicklungsstörung (SES) begehen. Ziel ist, auf die häufigste Entwicklungsstörung im Kindesalter öffentlich aufmerksam zu machen und über die SES zu informieren. Die internationale Kampagne trägt den Namen Raising Awareness of Developmental Language Disorder (RADLD) und findet weltweit statt. Das diesjährige Motto des Internationalen Tags der Sprachentwicklungsstörung am 16. Oktober lautet „SES-Schau hin!“.

Im Vorfeld des Internationalen Tags der Sprachentwicklungsstörung, den wir weltweit am 16. Oktober 2020 begehen, erhalten Sie das Faktenblatt zur SES, welches inzwischen online auf RADLD.org zum Download bereitsteht - neben Deutsch auch in weiteren Sprachen. Zudem eine Power Point Präsentation inklusive Notizen zu Ihrer Verwendung. Gerne können Sie Ihren Namen und weitere hilfreiche AnsprechpartnerInnen am Ende der Präsentation ergänzen, die Evidenzen / Quellen jedoch bitte nicht verändern. 

Weitere Materialien erhalten Sie per WeTransfer (aufgrund der Dateigröße). 

Vielen Dank, dass Sie den Internationalen Tag der SES aktiv unterstützen!

Bitte teilen Sie mir am Tag selbst oder kurz darauf mit - am besten mit Bild und in wenigen Sätzen - welche Aktivitäten Sie unternommen haben.

Ihr Beitrag soll in eine globale Dokumentation der Aktivitäten einfließen.

Mit freundlichen Grüßen / Kind regards

Prof. Dr. phil. Wiebke Scharff Rethfeldt

Hochschule Bremen

City University of Applied Sciences

Das RADLD Kernteam hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, ein weltweiteres Netzwerk von Einzelpersonen aufzubauen, sich Gesicht zeigen und sich für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene einsetzen. Sie sind gefragt, auf individueller Ebene in ihren jeweiligen Wirkungskreisen zu kommunizieren, um die SES sichtbar zu machen. Damit dies weltweit bestmöglich gelingt, ist es wichtig, Partner in den jeweiligen Ländern zu finden, die unterstützen, die Botschaft der Kampagne ohne System- und Sprachbarrieren zu verbreiten. Daher wurde das Motto DLD See Me in diverse Sprachen übersetzt.

Ich darf Ihnen mitteilen, dass ich in diesem Jahr auf Anfrage des RADLD Kernteams die Leitung der Kampagne in Deutschland übernommen habe. Bis zum Internationalen Tag der SES sind es noch ein paar Wochen, jedoch bedarf es bei einigen Aktionen ausreichend Vorlaufzeit für die Vorbereitung. Zudem fällt der Tag in diesem Jahr in manchen Bundesländern in die Herbstferienzeit, was bei der Planung zu bedenken ist.

Wer Interesse hat, die Kampagne aktiv zu unterstützen und sich im Vorfeld sowie am Tag der SES selbst zu beteiligen, kann sich gerne direkt mit mir in Verbindung setzen. Als Schnittstelle zur internationalen Arbeitsgruppe sammle ich neben den Interessenbekundungen zur aktiven Mitgestaltung und so laufen schließlich alle Aktivitäten hier zusammen, um sie gebündelt an RADLD zu kommunizieren und eine Sichtbarkeit über die Beteiligungen an der internationalen Kampagne in Deutschland zu fördern.

Anders als im Ausland sind in Deutschland unterschiedliche Berufsgruppen mit der Versorgung von Kindern mit SES beauftragt. Da ich als Professorin für Logopädie hauptsächlich den klinisch-therapeutischen Bereich vertrete, bin ich sehr dankbar, dass Anja Starke als Professorin für Inklusive Pädagogik sich bereit erklärt hat, die Kampagnenleitung in Deutschland in Form einer Doppelspitze zu unterstützen. Zudem trägt Frau Prof. Starke damit maßgeblich zur Erweiterung des Handlungsfeldes bei. Wir beide setzen uns bereits aktiv für eine verbesserte Versorgung von Kindern mit SES im Multiprofessionellen Netzwerk Sprache für das Land Bremen ein.

Wir sammeln ab sofort Ihre Ideen zum Mitmachen - und haben bereits etwas für Sie zusammengestellt!

Wir haben Materialien als PDF für Poster oder Postkartenvorlagen vorbereitet, die wir Ihnen gerne in digitaler Form zusenden. Auch können Sie ein Informationsblatt sowie Vortragsfolien erhalten. Diese können Sie gerne nutzen, wenn Sie z. B. einen Kurzvortrag in Ihrem Team, für Lehrkräfte, ErzieherInnen, Elterngruppen etc. planen. Da in Pandemiezeiten zahlreiche Veranstaltungen in den online Bereich verlagert wurden, steht ein passender virtueller Hintergrund ebenfalls zur Verfügung.

Die Materialien stehen auch in vielen anderen Sprachen zur Verfügung. So liegt in zahlreichen Sprachen ein Informationsblatt mit aktuellen Fakten zur SES zum kostenlosen Download zur Verfügung, dass Frau Starke und ich ins Deutsche übersetzt haben. Die deutsche Fassung wird Ende des Monats auch auf der ausschließlich englischsprachigen Website bereitstehen - aktuell haben wir kleine technische Schwierigkeiten mit der Website, die bald behoben sind. https://radld.org/dld-awareness-day/resources-media-ideas/]. 

Vielleicht werden Sie auch anders aktiv?

Im vergangenen Jahr organisierten KollegInnen einen Lauf, eine Radtour und sogar einen Fallschirmsprung, um auf die SES aufmerksam zu machen. Dabei trugen Sie lila oder gelbe T-Shirts, die Farben der Kampagne. In Australien, England, Kanada und den USA wurden sogar touristische Orte und Wahrzeichen in den Farben gelb und lila illuminiert. Lehrkräfte haben mit ihren (Grund-) SchülerInnen u. a. Bastel- und Malaktionen zu Fragen wie „Wie wäre es, wenn ich nicht richtig verstehen oder sprechen könnte?“ durchgeführt. In der Fachschaft organisierte Studierende haben selbst gebackene und lila-gelb dekorierte Muffins und Kekse an einem Informationsstand zur SES angeboten. Gemeinsam mit meinen Studierenden habe ich im vergangenen Jahr u. a. Postkarten verteilt und dabei viele Gespräche führen können - in Einrichtungen, an öffentlichen Plätzen, im öffentlichen Nahverkehr. Sehr gut angekommen ist unsere Taxi-Aktion. Wir haben an Warteständen mit TaxifahrerInnen gesprochen und ihnen Postkarten mitgegeben. Auf ihren Touren haben sie dann als MultiplikatorInnen ihren Fahrgästen von der SES berichtet und ihnen auf Wunsch Informationsmaterial mitgegeben.

Insbesondere aufgrund der aktuellen Bedingungen können über soziale Medienkanäle wie Twitter, Facebook oder Instagram u. a. Eltern, Betroffene, ErzieherInnen, Lehrkräfte, MedizinerInnen, PolitikerInnen sowie KollegInnen erreicht werden. Dazu können beispielsweise Videobotschaften vorab aufgenommen und Positionen vorbereitet und bereitgestellt werden, die dann am Tag selbst nach außen kommuniziert werden. Diese können Sie uns gerne vorab zukommen lassen. Schön wäre es auch, Betroffene oder ihre Bezugspersonen zu Wort kommen zu lassen, die ihre Situation bzw. die ihres betroffenen Kindes darstellen möchten und ggf. Verordnungspfade oder Herausforderungen auf dem Weg zur Identifikation der SES darlegen. Vielleicht haben Sie noch weitere Ideen? Ganz gleich, auf welche Art und Weise Sie mitwirken, zur Erhöhung der Sichtbarkeit der deutschen Beiträge ist es ungemein wichtig, die Kampagnenhashtags zu verwenden.

Diese lauten #DLDSeeMe und #SES-SchauHin!

 

RADLD ruft explizit Einzelpersonen zur Beteiligung auf.

Wir bitten Sie, Gesicht zu zeigen und die SES lokal und im persönlichen Kontakt sichtbar zu machen. 

Wir freuen uns sehr, dass die Kampagne in den letzten fünf Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. 

Der Internationale Tag der SES ist aus der ehemaligen, im Vereinigten Königreich initiierten, RALLI Kampagne entstanden.

Wir freuen uns, wenn wir auch in diesem Jahr unsere Kreise erweitern können und danken Ihnen im voraus für Ihre Beiträge.

Mit besten Grüßen

Wiebke Scharff Rethfeldt

Kontakt

Twitter @W_Scharff

 
 
 
 
 

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Online-Befragung zu digitalen Medien für die Durchführung von Sprachtherapie und (sonderpädagogischen) Fördermaßnahmen

Sehr geehrte KollegInnen,

die Corona-Pandemie hat unseren Alltag stark verändert. Die plötzliche Umstellung von sprachtherapeutischen/ logopädischen Angeboten und Präsenzunterricht auf digitale Formate hat insbesondere SprachtherapeutInnen, Lehrkräfte, PatientInnen, SchülerInnen und Angehörige vor neue Anforderungen gestellt. Viele von uns haben mittlerweile neue Kompetenzen im digitalen Bereich erworben, die neue Wege des Lernens eröffnen können. Gleichzeitig werden auch deutliche Grenzen digitaler Formate offensichtlich.

Im Rahmen zweier Online-Befragung möchten wir aus dem Arbeitsbereich Inklusive Pädagogik im Schwerpunkt Sprache an der Universität Bremen aktuell herausfinden, wie digitale Medien für die Durchführung von Sprachtherapie und (sonderpädagogischen) Fördermaßnahmen eingesetzt wurden bzw. werden und welche Chancen und Hindernisse mit dem Einsatz aus Ihrer Sicht verbunden sind. 

Für unsere Online-Befragungen suchen wir zum einen pädagogische Fachpersonen, die im schulischen Setting Fördermaßnahmen vor und während der Corona-Pandemie durchführten, und zum anderen SprachtherapeutInnen, die in ambulanter Praxis vor und während der Pandemie-Beschränkungen Therapien durchführten. 

Die Befragungen erfolgen selbstverständlich anonym, so dass kein Rückschluss auf Ihre Person möglich ist. Die Bearbeitung eines Fragebogens nimmt abhängig von Ihren Antworten zwischen 30 und 40 Minuten in Anspruch.

Folgender Link führt direkt zur Umfrage für Lehrkräfte:  http://lehr-lern-forschung.de/limesurvey/index.php/882573?lang=de-informal

Folgender Link führt direkt zur Umfrage für SprachtherapeutInnenhttp://lehr-lern-forschung.de/limesurvey/index.php/763433?lang=de-informal

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden den für Sie passenden Online-Fragebogen auszufüllen. Leiten Sie diese Mail gerne auch an weitere KollegInnen weiter. 

Für Rückfragen und Anmerkungen wenden Sie sich bitte per Mail an Birte Alber (birte.alber@uni-bremen.de). 

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.

 Mit freundlichen Grüßen,

Anja Starke und Birte Alber

— 

Prof. Dr. Anja Starke
Inklusive Pädagogik, Förderschwerpunkt Sprache

Universität Bremen
FB 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Universitäts-Boulevard 11/13; 28359 Bremen

Büro: GW2 Raum B 1.680
Mail: anja.starke@uni-bremen.de

Web: www.uni-bremen.de/ip-sprache
Tel.: 0421-218-69309
Fax: 0421-218-98 69030

Sekretariat: 
Gabriele Gerber
Büro: GW2 A 2.280
Tel.: 0421-218-69030
Mail: ggerber@uni-bremen.de

 

 

 

 

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Erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung für Befragung gesucht!

Monika Laumann vom Institut für Teilhabeforschung möchte die Lebenssituation von erwachsenen Geschwistern von Menschen mit Behinderung sichtbar machen. Interessierte können den Fragebogen online hier abrufen oder ihn in Papierform bestellten, indem Sie eine Nachricht auf dem AB unter 0251/4176739 hinterlassen oder eine Mail an m.laumann@katho-nrw.de schicken. 

 

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Heilmittel-Richtlinien und Versorgungsvertrag

Der zum 1. Oktober 2020 geplante Start der neuen Heilmittel-Richtlinien wird auf 1. Januar 2021 verschoben. Dies hat jetzt der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat dem zugestimmt.

 
 

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8. September: Tag der Alphabetisierung

JedeR achte Erwachsene in Deutschland kann nicht richtig lesen und schreiben. Rund 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen. 62% der Betroffenen sind erwerbstätig, die Mehrheit sind Männer. MuttersprachlerInnen überwiegen mit einem Anteil von 53%. Zu diesem Ergebnis kam die "LEO-Studie 2018" der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben hatte.

Die weltweite Alphabetisierungsrate lag 2015 bei 86,3 %, für Frauen bei 82,7 % und für Männer bei 90,0 %. Von den weltweit rund 780 Mio. Analphabeten (Illiteraten) leben etwa 75% in den armen Regionen des Mittleren Ostens, Südasiens und Sub-Sahara-Afrikas.

Angesichts der voranschreitenden Entwicklungen in allen Lebensbereichen sind und bleiben Alphabetisierung und Grundbildung elementare Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und von Teilhabe geprägtes Leben.

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. (BVAG) ist die bundesweite Fach-, Service- und Lobbyeinrichtung in Deutschland. Er bündelt die Erfahrung und Kompetenz aus 30 Jahren Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit.

Wer die Aktionen rund um den Welt-Alphabetisierungs-Tag verfolgen möchte, kann dies auf dem Facebook-Kanal des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbilung sowie beim Instagram-Account des ALFA-Mobil!

 

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UK - CALL FOR ABSTRACTS

2021 findet das 2. Fachsymposium zum Thema „Unterstützte Kommunikation im Blickfeld Klinik“ statt.

Der Termin des Symposiums ist der 22./23. April 2020. Das Symposium wird online stattfinden.
Nähere Informationen finden sich dazu unter: https://www.logbuk.de/symposium-anmeldung

Bei diesem 2. Fachsymposium möchten wir mit Ihnen die Entwicklungen auf dem Gebiet der UK in der Klinik diskutieren und Möglichkeiten der Implementierung darlegen.

Wie können alternative Kommunikationsstrategien im Klinikalltag aussehen? Wie kann eine Implementierung im Klinikalltag gelingen? Welche Assessments zur Erhebung der Kommunikationsmöglichkeiten gibt es? Welchen Einfluss hat Kommunikation auf die Qualität der gesundheitlichen Versorgung und PatientInnenorientierung? Welche Bedeutung hat eine gelingende Kommunikation für PatientInnen und deren Angehörige?
Diesen und anderen Fragen möchten wir auf den Grund gehen und freuen uns über Einreichungen zu Workshops und Vorträgen.

Einsendeschluss für Abstracts (Workshops und Vorträge) ist der 31. Dezember 2020

Die Vorlage zum Einreichen der Abstracts sowie weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.logbuk.de/symposium-cfa

Besuchen Sie auch unseren Blog: www.uk-im-blick.de

 
 
 

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Digitale Therapien als fester Bestandteil logopädischer Versorgung

Das Institut für angewandte Gesundheitsforschung der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) hat im Mai 2020 unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vizepräsidentin für Forschung an der hsg Bochum und Logopädie-Professorin, eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Teletherapie in der Logopädie‘ durchgeführt. Die Professorin stellt im Interview die ersten Ergebnisse vor und fordert mehr digitale Therapien in der Logopädie. Die genauen Ergebnisse der Umfrage werden im September 2020 in der Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und Logopädie 'Logos' veröffentlicht (Bilda et al. 2020: Digitale logopädische Therapie – Ergebnisse einer Befragung zum aktuellen Ist-Stand aus der Sicht von LogopädInnen.

Mit Beginn der Corona-Krise hat der GKV-Spitzenverband als zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland eine zeitlich begrenzte Genehmigung zur Verwendung von Videotherapien für verschiedene logopädische Krankheitsbilder zugelassen, um die Therapie von PatientInnen ohne Anwesenheit in den Praxen zu ermöglichen. Dr. Kerstin Bilda, Professorin für Logopädie an der hsg Bochum, hat diese Entwicklung mit einer Studie begleitet und erklärt im Interview, wieso sie den Einsatz von digitalen Therapien in der Logopädie auch über die aktuelle Situation hinaus begrüßen würde.

Wie haben die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus die Verwendung von Teletherapien in der Logopädie beeinflusst?
Prof. Dr. Kerstin Bilda: Eine große Mehrheit der LogopädInnen in Deutschland sind während der Corona-Krise auf Teletherapie umgestiegen. In unserer Umfrage gaben rund 80 Prozent der befragten LogopädInnen an, auf digitale Therapien umgestiegen zu sein, um ihre PatientInnen weiterhin versorgen zu können. Alle im Heilmittelkatalog aufgeführten Störungsbilder wie Stimm- und Sprechstörungen oder der Verlust des Sprechvermögens wurden behandelt, wobei die Mehrzahl der PatientInnen Kinder zwischen vier und zehn Jahren darstellte.

Sie haben eine Befragung von LogopädInnen zum Einsatz von Teletherapien in Zeiten von Corona durchgeführt. Welche Fragestellungen haben Sie darin untersucht und zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
Bilda: Die Umfrage zum Ist-Stand der Erfahrungen von LogopädInnen bei der Durchführung von digitaler logopädischer Therapie in Zeiten von Covid-19 wurde mittels einer Online-Umfrage durchgeführt. Wir haben 328 Fragebögen zurückerhalten. Die vollständigen Datensätze wurden durch eine externe Statistikfirma ausgewertet. In der Umfrage wurden Fragen zur Machbarkeit, Akzeptanz und qualitativen Einschätzung von Teletherapie gestellt. Darüber hinaus wurden Wünsche und Anforderungen an digitale Therapien erfragt. Insgesamt zeigte sich erfreulicherweise eine hohe Akzeptanz von Teletherapie bei den befragten LogopdInnen und mehr als die Hälfte der Befragten (55%) gaben an, ihre Teletherapie-Einheiten effektiver oder genauso effektiv wie eine Präsenztherapie zu empfinden. Auch die Motivation der PatientInnen wurde bei der Videotherapie im Vergleich zur Präsenztherapie gleich hoch eingestuft. Die Mehrheit der Befragten gab an, dass Teletherapie bei einigen PatientInnen die reguläre Face-to-Face-Therapie ersetzen kann. 38% der Befragten kann sich Teletherapie als zukünftiges Versorgungsmodell für ihre PatientInnen gut vorstellen. Gewünscht wird eine Systematik der digitalen logopädischen Therapie, in der strukturelle, rechtliche, technische und inhaltliche Aspekte definiert sind. .

Sie sprechen sich für eine Ausweitung der Möglichkeiten für digitale Therapien auch nach der Corona-Krise aus, warum?
Bilda: Aus verschiedenen Gründen müssen digitale Therapien in Zukunft ein integraler Bestandteil der logopädischen Versorgung sein. Gesellschaftsstrukturelle Veränderungen, flächendeckende und intensive Versorgungsmöglichkeiten bei bereits bestehendem und zukünftig hohem Fachkräftemangel sind die zentralen strukturellen Argumente für den Einsatz von Videotherapien. Auf individueller Ebene haben viele PatientInnen einen eingeschränkten Zugang zur Therapie in einer logopädischen Praxis. Das kann zum Beispiel an einer mangelnden Mobilität der Betroffenen bei gleichzeitig hoher Therapiefrequenz oder an eingeschränkten zeitlichen Ressourcen der Angehörigen liegen. Derzeit verhandeln der Deutsche Bundesverband für Logopädie und der Deutsche Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie mit der gesetzlichen Krankenversicherung, um eine Fortführung der Finanzierung von digitalen Therapien unter den Pandemiebedingungen zu bewirken. Sie wollen aber auch aus den gerade genannten Gründen die zwingend notwendige mittelfristige Integration von Teletherapie als unverzichtbarer Baustein der logopädischen Versorgung verdeutlichen.

Das Interview ist im hsg-magazin nachzulesen: https://magazin.hs-gesundheit.de/forschen-entwickeln/plaedoyer-fuer-mehr-digital....

 

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