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8. September: Tag der Alphabetisierung

JedeR achte Erwachsene in Deutschland kann nicht richtig lesen und schreiben. Rund 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen. 62% der Betroffenen sind erwerbstätig, die Mehrheit sind Männer. MuttersprachlerInnen überwiegen mit einem Anteil von 53%. Zu diesem Ergebnis kam die "LEO-Studie 2018" der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben hatte.

Die weltweite Alphabetisierungsrate lag 2015 bei 86,3 %, für Frauen bei 82,7 % und für Männer bei 90,0 %. Von den weltweit rund 780 Mio. Analphabeten (Illiteraten) leben etwa 75% in den armen Regionen des Mittleren Ostens, Südasiens und Sub-Sahara-Afrikas.

Angesichts der voranschreitenden Entwicklungen in allen Lebensbereichen sind und bleiben Alphabetisierung und Grundbildung elementare Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und von Teilhabe geprägtes Leben.

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. (BVAG) ist die bundesweite Fach-, Service- und Lobbyeinrichtung in Deutschland. Er bündelt die Erfahrung und Kompetenz aus 30 Jahren Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit.

Wer die Aktionen rund um den Welt-Alphabetisierungs-Tag verfolgen möchte, kann dies auf dem Facebook-Kanal des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbilung sowie beim Instagram-Account des ALFA-Mobil!

 

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Digitale Therapien als fester Bestandteil logopädischer Versorgung

Das Institut für angewandte Gesundheitsforschung der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) hat im Mai 2020 unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vizepräsidentin für Forschung an der hsg Bochum und Logopädie-Professorin, eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Teletherapie in der Logopädie‘ durchgeführt. Die Professorin stellt im Interview die ersten Ergebnisse vor und fordert mehr digitale Therapien in der Logopädie. Die genauen Ergebnisse der Umfrage werden im September 2020 in der Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und Logopädie 'Logos' veröffentlicht (Bilda et al. 2020: Digitale logopädische Therapie – Ergebnisse einer Befragung zum aktuellen Ist-Stand aus der Sicht von LogopädInnen.

Mit Beginn der Corona-Krise hat der GKV-Spitzenverband als zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland eine zeitlich begrenzte Genehmigung zur Verwendung von Videotherapien für verschiedene logopädische Krankheitsbilder zugelassen, um die Therapie von PatientInnen ohne Anwesenheit in den Praxen zu ermöglichen. Dr. Kerstin Bilda, Professorin für Logopädie an der hsg Bochum, hat diese Entwicklung mit einer Studie begleitet und erklärt im Interview, wieso sie den Einsatz von digitalen Therapien in der Logopädie auch über die aktuelle Situation hinaus begrüßen würde.

Wie haben die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus die Verwendung von Teletherapien in der Logopädie beeinflusst?
Prof. Dr. Kerstin Bilda: Eine große Mehrheit der LogopädInnen in Deutschland sind während der Corona-Krise auf Teletherapie umgestiegen. In unserer Umfrage gaben rund 80 Prozent der befragten LogopädInnen an, auf digitale Therapien umgestiegen zu sein, um ihre PatientInnen weiterhin versorgen zu können. Alle im Heilmittelkatalog aufgeführten Störungsbilder wie Stimm- und Sprechstörungen oder der Verlust des Sprechvermögens wurden behandelt, wobei die Mehrzahl der PatientInnen Kinder zwischen vier und zehn Jahren darstellte.

Sie haben eine Befragung von LogopädInnen zum Einsatz von Teletherapien in Zeiten von Corona durchgeführt. Welche Fragestellungen haben Sie darin untersucht und zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
Bilda: Die Umfrage zum Ist-Stand der Erfahrungen von LogopädInnen bei der Durchführung von digitaler logopädischer Therapie in Zeiten von Covid-19 wurde mittels einer Online-Umfrage durchgeführt. Wir haben 328 Fragebögen zurückerhalten. Die vollständigen Datensätze wurden durch eine externe Statistikfirma ausgewertet. In der Umfrage wurden Fragen zur Machbarkeit, Akzeptanz und qualitativen Einschätzung von Teletherapie gestellt. Darüber hinaus wurden Wünsche und Anforderungen an digitale Therapien erfragt. Insgesamt zeigte sich erfreulicherweise eine hohe Akzeptanz von Teletherapie bei den befragten LogopdInnen und mehr als die Hälfte der Befragten (55%) gaben an, ihre Teletherapie-Einheiten effektiver oder genauso effektiv wie eine Präsenztherapie zu empfinden. Auch die Motivation der PatientInnen wurde bei der Videotherapie im Vergleich zur Präsenztherapie gleich hoch eingestuft. Die Mehrheit der Befragten gab an, dass Teletherapie bei einigen PatientInnen die reguläre Face-to-Face-Therapie ersetzen kann. 38% der Befragten kann sich Teletherapie als zukünftiges Versorgungsmodell für ihre PatientInnen gut vorstellen. Gewünscht wird eine Systematik der digitalen logopädischen Therapie, in der strukturelle, rechtliche, technische und inhaltliche Aspekte definiert sind. .

Sie sprechen sich für eine Ausweitung der Möglichkeiten für digitale Therapien auch nach der Corona-Krise aus, warum?
Bilda: Aus verschiedenen Gründen müssen digitale Therapien in Zukunft ein integraler Bestandteil der logopädischen Versorgung sein. Gesellschaftsstrukturelle Veränderungen, flächendeckende und intensive Versorgungsmöglichkeiten bei bereits bestehendem und zukünftig hohem Fachkräftemangel sind die zentralen strukturellen Argumente für den Einsatz von Videotherapien. Auf individueller Ebene haben viele PatientInnen einen eingeschränkten Zugang zur Therapie in einer logopädischen Praxis. Das kann zum Beispiel an einer mangelnden Mobilität der Betroffenen bei gleichzeitig hoher Therapiefrequenz oder an eingeschränkten zeitlichen Ressourcen der Angehörigen liegen. Derzeit verhandeln der Deutsche Bundesverband für Logopädie und der Deutsche Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie mit der gesetzlichen Krankenversicherung, um eine Fortführung der Finanzierung von digitalen Therapien unter den Pandemiebedingungen zu bewirken. Sie wollen aber auch aus den gerade genannten Gründen die zwingend notwendige mittelfristige Integration von Teletherapie als unverzichtbarer Baustein der logopädischen Versorgung verdeutlichen.

Das Interview ist im hsg-magazin nachzulesen: https://magazin.hs-gesundheit.de/forschen-entwickeln/plaedoyer-fuer-mehr-digital....

 

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Online-Umfrage zur sonderpädagogischen Förderung im Homeschool-Setting

Die Corona-Pandemie hat den Alltag aller Menschen stark verändert. Die plötzliche Umstellung von Präsenzunterricht auf digitales Lernen hat insbesondere Lehrkräfte, SchülerInnen und Eltern vor neue Anforderungen gestellt.

Der Arbeitsbereich Inklusive Pädagogik Schwerpunkt Sprache an der Universität Bremen führt derzeit eine Online-Befragung zur (digitalen) Umsetzung sonderpädagogischer Förderung vor und während der Pandemie durch. Im Fokus stehen dabei vor allem die Möglichkeiten und Grenzen zur differenzierten Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aller Förderschwerpunkte im Distanzunterricht. Für die Online-Befragung werden pädagogische Fachpersonen gesucht, die vor und/oder während der Corona-Pandemie im schulischen/Home-Schooling-Setting Fördermaßnahmen durchführen bzw. durchgeführt haben. Die Befragung erfolgt selbstverständlich anonym, so dass keine Rückschlüsse auf teilnehmende Personen möglich sind.

Die Umfrage ist unter folgendem Link zugänglich: http://lehr-lern-forschung.de/limesurvey/index.php/882573?lang=de-informal

Weisen Sie gern auch KollegInnen auf die Umfrage hin.

Das Team um Prof. Dr. Anja Starke freut sich über Ihre Unterstützung!

Prof. Dr. Anja Starke
Inklusive Pädagogik, Förderschwerpunkt Sprache
Universität Bremen
FB 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Universitäts-Boulevard 11/13, 28359 Bremen
anja.starke@uni-bremen.de; www.uni-bremen.de/ip-sprache

 

 

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Hygienemaßnahmen im logopädischen Praxisalltag

Kittel, Haube, Spuckschutz oder doch lieber Maske? Was braucht man denn nun für die logopädische Behandlung? Tara Vogt, Logopädin und Betreiberin des Youtube-Kanals „Die Logopädin“, hat mit Cordula Winterholler, Logopädin und zertifizierte Hygienebeauftrage für Arztpraxen, Fragen zum Thema Hygiene im logopädischen Praxisalltag besprochen. Entstanden sind drei Youtube-Videos:

Hygienemaßnahmen im Wartezimmer

Hygienemaßnahmen in der Therapie

Hygienemaßnahmen nach der Therapie

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Umfrage zu Teletherapie im Bereich der Stimmtherapie

Liebe KollegInnen der Sprachtherapie,

der Beschluss der Kostenträger, dass zwischen dem 17.3. und 30.6.2020 Heilmittel in Form von Tele-Therapien angeboten werden durften, gibt uns zum ersten Mal die Möglichkeit, auch in Deutschland Erfahrungen in diesem innovativen Bereich zu sammeln. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit möchte ich gerne zusammen mit Ihnen einen Beitrag zur Evaluation der Tele-Therapie im Bereich der Stimmtherapie leisten.

Gestatten Sie mir, dass ich mich hierfür kurz vorstelle: Ich habe ein Gesangsstudium am Conservatorium van Amsterdam abgeschlossen und bin Lehrbefähigte der Funktionalen Methode (Lichtenberger Methode® nach Gisela Rohmert). Derzeit studiere ich Sprachtherapie an der Universität zu Köln.

Damit die Tele-Therapie zukünftig unter optimalen Voraussetzungen für PatientInnen und TherapeutInnen eingesetzt werden kann, sind Ihre Erfahrungen zu den letzten Monaten Ihrer Therapie bedeutsam!

Im Rahmen meiner Arbeit möchte ich daher gerne 

  • erfahren, in welchem Rahmen Sie während der Notfallmaßnahme auf Tele-Therapie umgestellt haben,
  • Ihre persönlichen Erfahrungen zusammentragen,
  • mithilfe Ihrer fachlichen Einschätzung überlegen, was zur Umsetzung der Stimmtherapie als Tele-Therapie zukünftig notwendig und nützlich ist und
  • diskutieren, welche neuen/zusätzlichen Ressourcen wir durch die Tele-Therapie erschließen können, aber auch,
  • wo unter Umständen für den Bereich der Dysphonien spezifische Grenzen dieser Therapieform liegen könnten.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sie sich ca. 15 Minuten Zeit nehmen würden, um an meiner Umfrage über SoSci Survey teilzunehmen. Sie finden diese unter: https://www.soscisurvey.de/Tele-Stimmtherapie/

Die Umfrage ist anonym. Über die Ergebnisse werde ich Sie gerne informieren. Für Ihre engagierte Mitarbeit darf ich mich jetzt schon ganz herzlich bedanken.

Mit besten Grüßen

Esther Laurentius (B.A. Sprachtherapie)

 

 

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Studie zur Aerosolverteilung beim Singen

Wie verteilen sich die Aerosole beim Singen? Das haben WissenschaftlerInnen des Klinikums der Universität München (LMU) und des Universitätsklinikums Erlangen in einem Experiment mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks untersucht. Anschauliche Videos unter:

https://www.br.de/nachrichten/wissen/br-chor-macht-den-corona-test-so-singen-sie-sicher,S3f7nJd?

 

 

 

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Umfragen zur Logopädie in Corona-Zeiten: Machen Sie mit!

Corona: Aus Erfahrungen lernen, Zukunft gestalten. Bringen Sie IHRE Perspektive aus der Praxis in aktuelle Forschungsprojekte ein!

Die Situation der ambulanten Logopädie in Zeiten von Corona ist in vielerlei Hinsicht kompliziert und gewöhnungsbedürftig. Auch für die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung ist es nicht leicht, adäquat und schnell auf die mit der Pandemie verbundenen Herausforderungen zu reagieren. Umso wichtiger ist es, aus den Erfahrungen zu lernen und diese zu nutzen. So können Konzepte entstehen und den Verantwortlichen zur Verfügung gestellt bzw. vorgeschlagen werden, mit denen wir in Zukunft besser gerüstet sind - nicht nur in Krisensituationen!

Viele wissenschaftlich tätige KollegInnen beschäftigen sich mit entsprechenden Fragestellungen und sind bei der Bewältigung ihrer Forschungsvorhaben auf IHRE Mitarbeit angewiesen.  Dabei geht es vor allem um die Teilnahme an entsprechenden online-Umfragen, mit denen unsere Erfahrungen und Bedürfnisse in dieser außergewöhnlichen Situation erhoben werden.

Die Mitwirkung an diesen Befragungen ist für in der logopädischen Praxis engagierte TherapeutInnen nicht nur eine mehr oder weniger zeitraubende Pflicht, sondern auch eine Möglichkeit, selbst aktiv zu werden! Deshalb legen wir Ihnen die nachfolgenden Befragungen, noch einmal nachdrücklich ans Herz:

 - dbl und HAWK: Videotherapie in der ambulanten logopädischen/sprachtherapeutischen Versorgung (18.6.2020): https://tinyurl.com/ydxr2dfq

- Umfrage der VIFF zu Corona: Belastungen im Bereich der Frühförderung (24.6.2020): https://tinyurl.com/ybhmyyln

- Arbeitsalltag in der Corona-Krise: Online-Umfrage (23.6.2020): https://tinyurl.com/y9489v6t

- Teletherapie in der therapeutischen Praxis: heutige Barrieren - zukünftige Chancen? (24.6.2020): https://tinyurl.com/ybg7gnsr

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Stellungnahme „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“

HVG und VAST begrüßen den Willen von Bund und Ländern, die Gesundheitsfachberufe durch eine Neuordnung zu stärken, die Ausbildungen zukunftsgerichtet und bedarfsgerecht zu gestalten und Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung zu schaffen. Das Eckpunktepapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ unterstreicht die Bedeutung einer individuellen, evidenzbasierten therapeutischen Versorgung, die die Bereiche Therapie und Rehabilitation sowie Prävention und Gesundheitsförderung umfasst.

Nach Überzeugung des VAST und des HVG bleiben die Eckpunkte in Bezug auf die Ergotherapie, Logopädie/Sprachtherapie und Physiotherapie in einem zentralen Punkt hinter den notwendigen Schritten für eine zukunftsfähige Versorgung und Neuordnung der Ausbildung zurück. Das wesentliche Element der Modernisierung besteht nach Auffassung von HVG und VAST in der Reform der Ausbildungsstruktur, die eine vollständige hochschulische Qualifikation vorsieht. Die Verstetigung der Teilakademisierung wäre ein politischer Irrweg, weil eine Ausbildungsstruktur geschaffen bzw. erhalten würde, die nicht nur teuer, sondern auch ineffektiv und rückwärtsgewandt wäre. Die zentralen Ziele der Ausbildungsreform, die Befähigung klinischer PraktikerInnen zu evidenzbasiertem Entscheiden und Handeln in der individuellen und interprofessionellen PatientInnenversorgung, sind nur durch eine hochschulische Ausbildung zu erreichen. Auch die Forschung zur Weiterentwicklung der Berufe und der therapeutischen Versorgung sind nur im hochschulischen Kontext möglich.

HVG und VAST nehmen angesichts dieser zentralen Forderung nicht zu allen Punkten des Eckpunktepapiers Stellung, sondern konzentrieren sich auf die Akademisierung und die damit in Zusammenhang stehenden Fragen der Ausgestaltung und Finanzierung der berufsqualifizierenden Studiengänge für die drei genannten Therapieberufe.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie unter: https://www.hv-gesundheitsfachberufe.de/stellungnahme-von-hvg-und-vast-zum-eckpunktepapier-gesamtkonzept-gesundheitsfachberufe/

Mehr dazu auch unter: https://www.arbeitskreis-berufsgesetz.de

 

 

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