Kurzbiografie

Prof. Dr. Christina Kauschke

Christina Kauschke absolvierte von 1983 bis 86 die Ausbildung zur Logopädin an der Schule für Logopädie in Ulm und war anschließend beim Bezirksamt Steglitz in Berlin, Abteilung Gesundheitswesen sowie freiberuflich als Logopädin tätig.

Sie studierte von 1987 bis 94 Linguistik, Germanistik und Psychologie an der FU Berlin, machte dort ihren Magisterabschluss und war danach von 1994 bis 95 Wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Potsdam am Institut für Germanistik, und von 1995 bis 2000 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Linguistik.

1999 promovierte Christina Kauschke im Fach Allgemeine Sprachwissenschaft mit einer Arbeit über den kindlichen Lexikonerwerb. Von 2000 bis 2004 war sie Wissenschaftliche Assistentin an der Freien Universität Berlin am Institut für Deutsche Philologie und von 2004 bis 2007 als Juniorprofessorin am Institut für Linguistik an der Universität Potsdam für den Bereich der Spracherwerbsstörungen verantwortlich. In dieser Zeit (2005) habilitierte sie im Fach Allgemeine und Deutsche Sprachwissenschaft an der FU Berlin mit einer Untersuchung zum Erwerb und zur Verarbeitung von Nomen und Verben.

Seit 2007 ist Christina Kauschke Professorin für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Klinische Linguistik im Institut für Germanistische Sprachwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, wo sie den Masterstudiengang Klinische Linguistik leitet. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der normale und gestörte Spracherwerb, die Erscheinungsweisen, Diagnostik und Therapie von Sprachentwicklungsstörungen, die Konzeption und Evaluation von Diagnostik- und Therapieverfahren („Patholinguistischer Ansatz“), die sprachlichen Verläufe von Late Talkers sowie die Themenbereiche „Sprache und Emotion“ und Wortverarbeitung.

Christina Kauschke hat zahlreiche nationale und internationale Fachbeiträge publiziert, zuletzt u. a. ein Lehrbuch zum Spracherwerb des Deutschen. Sie war in verschiedenen Forschungsprojekten als Mitarbeiterin oder Projektleiterin beteiligt; ein derzeit aktuelles Projekt an der Universität Marburg beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Prosodie und Morphologie im Spracherwerb und bei Sprachentwicklungsstörungen.