(Kommentare: 0)

Auswirkungen der Corona-Krise: Umfrageergebnisse

Um einen aktuellen Einblick in die wirtschaftliche Situation für den Heilmittelbereich Logopädie/Sprachtherapie zu erhalten, haben die maßgeblichen Berufsverbände (dbl, dbs, dba, Logo Deutschland) gemeinsam mit der Humboldt Universität Berlin am Montag 30.03. eine Blitz-Umfrage durchgeführt. Die Resonanz war enorm - über 5000 TeilnehmerInnen in weniger als 24 Stunden. Die Ergebnisse zeigen, dass aktuell viele Therapien ausfallen.

Bei 60% der Befragten sind es mehr als 80% der Therapien, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise nicht durchgeführt werden können.

Allein in der vergangenen Woche (23.-27. März) sind insgesamt 77% aller Therapien ausgefallen. Bei 60% der Befragten TherapeutInnen sind sogar mehr als 80% der Therapien ausgefallen.

Die Möglichkeit, bestimmte Therapien auch per Video durchzuführen, wird von vielen TherapeutInnen genutzt. Die Hälfte der Befragten bietet ihren PatientInnen, wo möglich, in dieser Woche (30. März - 3. April) Videotherapie an. Auf die Gesamtzahl der befragten TherapeutInnen bezogen können damit allerdings nur elf Prozent aller Behandlungen als Videotherapien durchgeführt werden.

In 84% der Praxen fehlen Desinfektionsmittel und notwendige Schutzausrüstung.

Mit den Umfrageergebnissen können die Verbände nun die Argumentation für einen ausreichenden Schutzschirm für ambulante Praxen untermauern. Gemeinsam wurde ein entsprechender Brief an das  BMG geschickt, das sich diese Woche aller Voraussicht nach mit der wirtschaftlichen Hilfestellung fürHeilmittelerbringerInnen beschäftigt.

Zurück

Einen Kommentar schreiben