(Kommentare: 0)

Eine Zukunft ohne Therapieberufe?

Studierende des Masterstudiengangs Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius möchten in einer aktuellen Studie ermitteln, ob sich die Berufsbedingungen für TherapeutInnen in Zukunft so ändern, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Ergotherapie, Logopädie Physiotherapie und Podologie sicher gestellt werden kann. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die Frage, ob und wie Kostenträger, Berufsverbände und Entscheidungsträger in der Politik auf die Abwanderung von TherapeutInnen aus ihrem Beruf reagieren und welche Lösungsmöglichkeiten für die Problematik erarbeitet werden können.

Die Erhebung ist eine Folgeuntersuchung zur Studie „Ich bin dann mal weg“, die im vergangenen Jahr von WissenschaftlerInnen der Hochschule Fresenius durchgeführt wurde. Diese kam zu dem Ergebnis, dass jedeR vierte HeilmittelerbringerIn aus dem Beruf aussteigt und jedeR zweite über einen Berufsausstieg nachdenkt. Als Gründe wurden fehlende berufliche Perspektiven, Vergütungssätze knapp über dem Mindestlohn und mangelnde berufliche Anerkennung in Gesellschaft und Politik genannt.„Was wir schon vorab sagen können: Viele der zum Thema angefragten Experten aus dem politischen Umfeld oder dem Umfeld der Krankenkassen haben ein Interview abgelehnt oder erst gar nicht auf die Anfrage reagiert“, berichtet Prof. Dr. Sabine Hammer, Dekanin des Studiengangs Therapiewissenschaften. „Das ist auch insofern interessant, weil Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf die Versorgung mit Heilmitteln haben, sofern diese medizinisch notwendig ist.“

Die Ergebnisse der Studie werden am 29. September 2018 ab 10.00 Uhr in der Hochschule Fresenius in Idstein im Rahmen eines Forschungssymposiums mit anschließender Podiumsdiskussion vorgestellt.

Interessierte sind herzlich zum Mitdiskutieren eingeladen. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Anmelden können sich InteressentInnen unter dem Link http://bit.ly/SymposiumTherapiewissenschaften



Zurück

Einen Kommentar schreiben