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Heilmittel-​Richtlinie

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Mitte September 2019 in Berlin die Überarbeitung der Heilmittel-​Richtlinie und die Neufassung des Heilmittelkatalogs beschlossen. Ziel dieser umfassenden Reform ist, das Verordnungsverfahren deutlich zu vereinfachen, um ÄrztInnen und HeilmittelerbringerInnen zu entlasten. Außerdem wurden Änderungen, die das im Mai 2019 in Kraft getretene Terminservice-​ und Versorgungsgesetz (TSVG) vorsieht, mit dem Beschluss umgesetzt. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Abschaffung der Unterscheidung zwischen Verordnungen innerhalb oder außerhalb des Regelfalls und damit auch der Wegfall des Genehmigungsverfahrens bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls, die Einführung einer orientierenden Behandlungsmenge, sowie Regelungen zur sogenannten „Blankoverordnung“. Darüber hinaus erfolgt eine deutliche Vereinfachung der Struktur und Darstellungsform des Heilmittelkatalogs. Die Änderungen werden nach Nichtbeanstandung des Bundesministeriums für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger zum 1. Oktober 2020 in Kraft treten, da es durch diese umfassende Reform einer ausreichenden Vorlaufzeit bedarf, um u. a. auch die Kommunikationsstrukturen zwischen verordnenden ÄrztInnen sowie HeilmittelerbringerInnen anzupassen. Hierdurch soll ein reibungsloser Übergang von der „alten“ zur „neuen“ Heilmittel-​Richtlinie gewährleistet werden. Eine Übersicht über die Änderungen der Heilmittel-Richtlinie finden Sie auf den Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung unter https://www.kbv.de/media/sp/Richtlinie_Heilmittel__nderungen_ab_Oktober_2020.pdf

 

 

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