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Heil- und Hilfsmitteldaten

Laut Heilmittelbericht 2017 des Wissenschaftlichen Institutes der AOK (WidO) wurden 2016 44,9 Millionen Heilmittelleistungen verordnet, davon 2,21 Millionen für die Logopädie. Diese hatte demnach unter den Heilmittelerbringern mit 4,9% einen verhältnismäßig kleinen Anteil am Verordnungsumfang von Heilmitteln in der gesetzlichen Krankenversicherung. (Zum Vergleich: Physiotherapie 84,3%, Ergotherapie 6,9%, Podologie 3,9%). Die Ausgaben für die logopädische Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten betrugen laut AOK 704 Millionen Euro.

Gemäß Barmer GEK entstanden im Jahr 2016 Ausgaben in Höhe von 69 Millionen Euro für logopädische Behandlungen von Barmer-Versicherten, 80% davon für Behandlungen von Störungen der Sprache und 10% für Behandlungen von Störungen des Schluckaktes. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben der Barmer für Logopädie 2016 um 3,5 Millionen Euro (+5,3%) gestiegen. Mit 88% Anteil waren Einzelbehandlungen in der Logopädie die dominierende Leistungsart. Der Anteil der Heilmittelausgaben an den Leistungsausgaben der GKV ist laut Barmer von 2007 bis 2015 von 2,7% auf 3% angestiegen. Die absoluten Ausgaben für Heilmittel sind bei der Barmer 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 26 Millionen Euro (+3%) gestiegen. Insbesondere bei den Heilmittelausgaben sei daher kein Spielraum für Mehrausgaben erkennbar.

Das Gesundheitsministerium teilte Anfang 2017 mit, dass im Jahr 2016 die Kosten für ärztliche Behandlungen GKV-weit um 4,3% und die Kosten für Arzneimittel um 4,1% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen waren. Die Reserven der Krankenkassen waren im gleichen Zeitraum übrigens um 2,5 Milliarden Euro gewachsen – das Jahr 2016 wurde also mit einem Überschuss abgeschlossen.

 

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