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6. März: Europäischer Tag der Logopädie

Deutschland ist in Europa das einzige Land mit einer berufsfachschulischen Ausbildung und hinkt damit der professionellen Weiterentwicklung seit Jahrzehnten hinterher. In allen anderen europäischen Ländern ist die hochschulische Ausbildung mit mindestens einem berufs-qualifizierenden Bachelor selbstverständlich. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Logopädie/Sprachtherapie offiziell ein Engpassberuf.

"Eine einheitliche hochschulische Ausbildung muss zentraler Bestandteil der Eckpunkte für ein neues Berufsgesetz in der Logopädie/Sprachtherapie sein, die die Bundesländer und das Bundesministerium für Gesundheit angekündigt haben." Dies fordert der Arbeitskreis Berufsgesetz, der seit Januar 2016 besteht. Die darin zusammen geschlossenen Verbände [Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie e.V. (dbs), Deutscher Bundesverband der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen e.V. (dba), LOGO Deutschland e.V., Bundesverband Deutscher Schulen für Logopädie e.V. (BDSL), Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG), dbl-Bundesstudierendenvertretung (BSV), dbs-Dozentenkonferenz sowie ExpertInnen von Modellstudiengängen] treten gemeinsam für die primärqualifizierende hochschulische Ausbildung im Bereich Logopädie/Sprachtherapie ein. Dabei steht die Formulierung Logopädie/Sprachtherapie für alle Handlungsfelder der Atem-, Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör- und Schlucktherapie.

Die GesundheitspolitikerInnen in Bund und Ländern sind aufgefordert, ein Berufsgesetz für alle zwölf Berufe der Logopädie/Sprachtherapie zu schaffen, das die regelhafte primärqualifizierende hochschulische Ausbildung für alle Berufstätigen vorsieht und damit den aktuellen Anforderungen der Profession entspricht. Die aktuellen Rahmenbedingungen für den Übergang von der berufsfachschulischen in die hochschulische Ausbildung bis spätestens 2030 sind ideal: 50 Studiengänge für den Aus- und Umbau stehen dafür bundesweit zur Verfügung.

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