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Treffen der Heilmittelverbände in Berlin

Am 21. November 2018 trafen sich in Berlin auf Einladung des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) Interessenvertretungen aller Berufsgruppen zu einem fünfstündigen Austausch. Ein wichtiges Thema war die Beurteilung des Eckpunktepapiers von Jens Spahn. Es zeigte sich, dass es in der Einschätzung des Papiers sowohl Gemeinsamkeiten als auch Differenzen zwischen den Verbänden gibt.

Konsens bestand hinsichtlich

  • der Abschaffung der Anbindung der Vergütungsentwicklung an die Entwicklung der Grundlohnsumme
  • der Vorschläge im Sofortprogramm von MdB Roy Kühne
  • der Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband Bund
  • der Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten bei den Preisverhandlungen auf Länderebene
  • dem Wunsch nach Einrichtung von Schiedsstellen, die Verfahren überwachen können,
  • einer Ausweitung des Mitspracherechts bei der Erstellung von Zulassungsempfehlungen und im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).
  • der Entschlackung der Bürokratie
  • der Forderung nach dringenden Nachbesserungen bei der Ärztepraxissoftware und Teilhabe an der Digitalisierung/Telematikinfrastruktur.

Unterschiedliche Interessen und Einschätzungen gibt es zwischen den Verbänden vor allem hinsichtlich der Zunahme von mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit. So wurden die Themen Umsetzung der Blanco-Verordnung versus Modellvorhaben zum Direktzugang, Budgetverantwortung, Direktzugang und die Risiken der Mengenausweitung kontrovers diskutiert und eingeschätzt. Im Bereich der Logopädie/Sprachtherapie ist man sich - mit Ausnahme von LogoDeutschland - einig, dass die Blanco-VO nicht zur Entbürokratisierung beiträgt und nicht zum Direktzugang führt. Hinsichtlich des Themas Teil- oder Vollakademisierung (20/80-Regelung) machte der dbl deutlich, dass eine 100-prozentige hochschulische Ausbildung das Ziel ist und die Abschaffung des Schulgeldes zwar richtig und überfällig, aber nur übergangsweise relevant ist.

Als möglichen Termin für ein weiteres Treffen wurde der Zeitraum nach der Vorlage des Gesetzentwurfs ins Auge gefasst, mit dem im Januar 2019 gerechnet wird.

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