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Wissenschaftsforum Geriatrie startet groß angelegte multizentrische Studie

Die stärkere Vernetzung von GeriaterInnen im In- und Ausland, die Unterstützung der klinischen Forschung sowie die Förderung von NachwuchswissenschaftlerInnen – das sind die Ziele des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG). Seit einem Jahr ist Professorin M. Cristina Polidori Vorsitzende des WfG. Polidori leitet die Klinische Altersforschung an der Klinik II für Innere Medizin der Uniklinik Köln. Ihr besonderes Anliegen ist es, das geballte Know-how des Wissenschaftsforums vor allem für junge GeriaterInnen verfügbar zu machen. Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) will sie nun eine Bestandsaufnahme der Geriatrie in Europa vorlegen. Ein konkretes Projekt ist eine groß angelegte observationale Studie, die mit rund 30 altersmedizinischen Zentren in ganz Europa umgesetzt wird. Rund 3.000 geriatrische PatientInnen sollen in diesen 30 Zentren dafür rekrutiert werden. Diese Studie setzt auf die sogenannte MPI_Age-Studie auf, an der die Uniklinik Köln als einziges deutsches Zentrum teilgenommen hat. Dort wurden PatientInnen multidimensional erfasst, das heißt neben ihren körperlichen Beschwerden wurden auch psychische, soziale und funktionelle Faktoren berücksichtigt - es geht also um das gesamte Wohlbefinden, die personalisierte Prognoseberechnung. Das Innovative an der neuen multizentrischen Studie ist, dass speziell PatientInnen mit Vorhofflimmern beobachtet werden. Der Grund: Gegen dieses Leiden nehmen sie Medikamente ein, die bisher an jüngeren Menschen getestet wurden. Nun sollen diejenigen untersucht werden, die auch wirklich betroffen sind.

Wer sich für die Teilnahme an der multizentrischen Studie interessiert: Kontakt maria.polidori-nelles@uk-koeln.de

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