LEG LOS

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Online-Befragung - Unterstützte Kommunikation

Im Rahmen einer Masterarbeit an der RWTH Aachen im Studiengang Lehr- und Forschungslogopädie wird eine online-Befragung zur Schnittstelle Unterstützte Kommunikation (UK) und Logopädie/Sprachtherapie durchgeführt. Es geht darum, die Gelingensbedingungen und Barrieren an der Schnittstelle Unterstützte Kommunikation und Logopädie/Sprachtherapie zu erkennen und Hinweise darauf zu erhalten, wie bestehende Barrieren abgebaut werden können bzw. herauszufinden, wie die Gelingensbedingungen weiter gefördert werden können. So wird u.a. erfragt, ob die fehlende Position in der Hilmittel-Richtlinie ein Grund dafür sein könnte, dass UK trotz fachlicher Kompetenz der TherapeutInnen nicht zur Anwendung kommt. Insofern können die gewonnenen Erkenntnisse auch für den berufspolitischen Diskurs sehr nützlich sein.
Die Umfrage erfolgt anonym. Teilnehmende benötigen kein Vorwissen und es liegt ein zustimmendes Ethik-Votum der unabhängigen Ethik-Kommission der RWTH Aachen vor.
Die Teilnahme ist bis zum 15.09.2018 unter https://ww2.unipark.de/uc/thorndahl_RWTH_Aachen/5cf9/ möglich.

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Heilmittelverbände positionieren sich einheitlich zur Mitarbeit im Gemeinsamen Bundesausschuss

Gemeinsame Pressemitteilung von dbl, IFK, Physio Deutschland, Podo Deutschland, DVE, VPT, dba, dba, Logo Deutschland

VertreterInnen von Atem-, Sprach-, Sprech- und Stimmlehren sowie ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, MasseurInnen und medizinischen BademeisterInnen, PhysiotherapeutInnen, PodologInnen sind sich einig: Zur Optimierung der therapeutischen PatientInnenversorgung in Deutschland muss die Expertise der therapeutischen Gesundheitsberufe stärker als bislang politisch verankert sein – und zwar auch über das bestehende Anhörungsrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hinaus.

Am 4. Juli 2018 haben sich erstmals VertreterInnen von neun Berufsverbänden der Heilmittelbranche in Berlin getroffen. Große Einigkeit herrschte darüber, welche politischen Schritte zur Sicherung der therapeutischen PatientInnenversorgung in Deutschland erforderlich sind. Denn: Das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) vom 11. April 2017 war ein wichtiger erster Schritt, aber weitere müssen folgen, um dem Fachkräftemangel in den Therapieberufen entgegenzuwirken. In kontinuierlichen Gesprächen mit PolitikerInnen und EntscheiderInnen in der Gesundheitspolitik sowie in verbandsübergreifenden Aktionen geht es um bessere Vergütung, kostenfreie Ausbildungen und Novellierung der Berufsgesetze sowie um größere therapeutische Entscheidungsfreiheit bis hin zum Direktzugang.
Die anwesenden Verbände dba, dbl, dbs, DVE, IFK, LOGO Deutschland, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VPT und ZFD gehen aber noch einen Schritt weiter und fordern von der Politik eine Zusammenarbeit im G-BA auf Augenhöhe. Diese Forderung knüpft an eine öffentliche Äußerung von Prof. Josef Hecken, dem Unabhängigen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), an, der sich vorstellen kann, "die wachsende Bedeutung der Heilmittelerbringer in irgendeiner Form im G-BA abzubilden".
Fest steht: Mit dem demografischen Wandel steigt der Bedarf an Heilmitteltherapie weiter. Das erfordert eine sachgemäße und bestmögliche Anpassung der PatientInnenversorgung an die jeweiligen Anforderungen. Dafür bedarf es einer „bedarfsgerechten Steuerung der Gesundheitsversorgung“ - wie aktuell auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklungen im Gesundheitswesen in seinem neuen Gutachten feststellt. Im Fokus steht das PatientInnenwohl. Eine stärker politisch verankerte Einbeziehung der TherapeutInnen in die Entscheidungsfindung kann hier nur von Vorteil sein.

Die Heilmittelverbände setzen ihre Zusammenarbeit fort und im Herbst 2018 wird es das zweite verbandsübergreifende Treffen geben. Darüber hinaus findet am 27. September 2018 der 1. Therapiegipfel des SHV mit den politischen EntscheiderInnen in Berlin statt, zu dem alle, auch die nicht in der SHV-organisierten, Heilmittelverbände geladen sind.  

Kontakt:
Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) e.V.
Deutzer Freiheit 72-74, D-50679 Köln
Fon +49 (0) 221 98 10 27 – 28, Fax – 24
presse@shv-heilmittelverbaende.de

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Familie gesucht!

Für die ZDF-Sendereihe „37 Grad – Menschen hautnah“ wird eine Familie gesucht, die sich - trotz Diagnose im Rahmen der Pränataldiagnostik - für ein schwer-/mehrfachbehindertes Kind entschieden hat und rückblickend über diesen Prozess berichtet. Details und weitere Informationen: eichler.melanie@outlook.de

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Call for Abstracts

1. Freiburger Fachsymposium: Unterstützte Kommunikation im Blickfeld Klinik am 14. März 2019

Die Unterstützte Kommunikation (UK) sollte für alle Beschäftigten im Akutkrankenhaus Alltag sein. Allerdings steckt UK im Krankenhaus noch in den Kinderschuhen und das, obwohl die PatientInnen sich in einer kritischen Lebenssituation befinden und ihr Bedarf an Kommunikation erhöht ist. Die aktive Teilnahme an wichtigen Entscheidungen im Genesungsprozess ist den PatientInnen unter diesen Umständen oftmals nicht möglich. 

Wie können alternative Kommunikationsstrategien im Klinikalltag aussehen? Welche Assessments zur Erhebung der Kommunikationsmöglichkeiten gibt es? Welchen Einfluss hat Kommunikation auf die Qualität der gesundheitlichen Versorgung und PatientInnenorientierung? Wie kann eine praktische Umsetzung aussehen? Welche Bedeutung hat eine gelingende Kommunikation für PatientInnen und deren Angehörige? 

Beim 1. Freiburger Fachsymposium möchten die LogBUK GmbH (Therapie und Beratung für UK) und das Universitätsklinikum Freiburg die neuen Entwicklungen auf dem Gebiet der UK in der Klinik diskutieren und freuen sich über Einreichungen zu Workshops, Vorträgen und Poster-Präsentationen.

Anmeldungen und nähere Informationen unter: www.logbuk.de

 

 

 

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Heilmittel in Bewegung

Bundesweite Aktionen

Demos, Protestaktionen, Politikergespräche oder Pressearbeit - der Einsatz von Verbänden, Initiativen und vieler Einzelner für die Interessen der Interessen der Heilmittelerbringer findet mehr und mehr Gehör.

Der Deutsche Bundesverband  für Logopädie e. V. (dbl) hat auf seiner Webseite die Aktionen gebündelt: https://www.dbl-ev.de/service/aktionen-2018-heilmittel-in-bewegung.html

Diese Seite bietet einen Überblick über laufende Aktionen, Ideen für eigene Aktionen sowie Tipps für Politikkontakte. Überdies finden Sie hier nützliche Downloads

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Reportage bei ArteTV

Arbeiten mit Handicap - Behinderung als Jobchance

Menschen mit Behinderung sind häufiger arbeitslos als jede andere Gruppe. Viele finden nur in entsprechenden Einrichtungen oder Behindertenwerkstätten eine passende Beschäftigung. Ein gleichwertiger Job auf dem normalen Arbeitsmarkt ist für viele ein Traum. Dabei könnten sie so viel mehr leisten und haben gerade wegen ihrer Behinderung besondere Fähigkeiten auf anderen Gebieten.

Die Berlinerin Steffi Gedenk ist von Geburt an fast blind. Dafür sind all ihre anderen Sinne extrem gut ausgeprägt, besonders ihr Tastsinn. Dem verdankt sie sogar ihren Beruf. Die 38-Jährige arbeitet als medizinisch-taktile Untersucherin in der Brustkrebsfrüherkennung und kann so helfen, Leben zu retten. Mittlerweile bildet sie andere blinde Frauen in dieser speziellen Untersuchungstechnik aus.
Auch die Firma Auticon stellt MitarbeiterInnen wegen ihrer besonderen Fähigkeiten ein. Bei dem IT-Beratungsunternehmen arbeiten Asperger-AutistInnen. Sie erkennen Details und Muster, wo andere nur Wirrwarr sehen, etwa in Programmiercodes. Ist in den langen Datenkolonnen nur ein Zeichen falsch gesetzt, sticht der Fehler für Auticon-Mitarbeiter Martin Neumann heraus wie ein „roter Fleck auf einer weißen Wand“. Seine Fähigkeit kann Wirtschafts- und Finanzunternehmen teure Programmierfehler ersparen. Da AutistInnen oft Defizite im zwischenmenschlichen Umgang haben, helfen bei Auticon Jobcoaches, ein akzeptables Arbeitsumfeld für alle zu schaffen.
Wie behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, zeigt der spanische Joghurtproduzent LaFageda in Katalonien. Von 310 MitarbeiterInnen sind 180 körperlich eingeschränkt, psychisch krank oder geistig behindert. Gründer und Psychologe Cristóbal Colón wollte so erreichen, dass auch psychisch kranke MitarbeiterInnen sich beweisen können. Der Erfolg gibt ihm recht: LaFageda erwirtschaftet einen Umsatz von über 20 Millionen Euro im Jahr. Die Mitarbeiter leben mit ihrem Lohn ein selbstbestimmtes Leben – außerhalb von Anstaltsmauern.

Film unter: https://www.arte.tv/de/videos/079474-064-A/re-arbeiten-mit-handicap/

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22. Aachener Kolloquium zur Logopädie

Am 23. und 24. November 2018 findet zum 22. Mal das Aachener Kolloquium zur Logopädie an der Uniklinik RWTH Aachen statt. Die Absolventen des Masterstudiengangs Lehr- und Forschungslogopädie präsentieren die Ergebnisse ihrer Abschlussprojekte. 

GastrednerIn sind Frau Prof. Annette Baumgärtner, PhD, Studiengangsleitung Logopädie, Klinik für Neurologie der Universität zu Lübeck und Hartmut Zückner, Stotterexperte und ehemaliger Lehrlogopäde der Schule für Logopädie an der Uniklinik RWTH Aachen. 

Die Teilnahme am Kolloquium ist kostenlos. Als Fortbildungsnachweis werden Teilnahmebescheinigungen ausgestellt. Für LogopädInnen ist das Kolloquium mit 9 Fortbildungspunkten zertifiziert (Freitag 3 Punkte, Samstag 6 Punkte). 

Das Programm kann ab Mitte September über neurolinguistik@ukaachen.de angefordert oder unter http://www.logopaedie.rwth-aachen.de heruntergeladen werden. 

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Logopädie vor Weichenstellungen

Für die Ausbildung in der Logopädie/Sprachtherapie stehen noch in dieser Legislaturperiode grundlegende Entscheidungen des Gesetzgebers an. Der Berufsstand erwartet insbesondere die Überarbeitung des seit 1980 geltenden Berufsgesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsordnung. 2021 endet die verlängerte Modellklausel zur Erprobung primärqualifizierender logopädischer Studiengänge. Ein breites Bündnis von Verbänden, Berufsfachschulen und Hochschulen, darunter auch die Hochschule Osnabrück, setzt sich für eine primärqualifizierende hochschulische Ausbildung für alle im Bereich der Sprachtherapie tätigen Berufsgruppen unter Berücksichtigung angemessener  Übergangsregelungen ein. Gleichzeitig findet aktuell eine intensive politische Debatte zur Gebührenfreiheit logopädischer Ausbildung statt, da derzeit von vielen Bildungseinrichtungen Gebühren erhoben werden.  „Die Politik ist gefordert, die Ausbildung in der Logopädie/Sprachtherapie zukunftsfähig zu gestalten“, fasst Logopädin Prof. Dr. Hilke Hansen von der Hochschule Osnabrück zusammen und erläutert die Hintergründe: „Es geht um die langfristige Sicherung einer qualitativ hochwertigen, wissenschaftlich fundierten Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigungen und ihrer Angehörigen, die unter anderem durch den wachsenden Fachkräftemangel in der Logopädie/Sprachtherapie gefährdet wird.“
Im Verbund mit weiteren Hochschulen sowie Berufsfachschulen aus der Bundesrepublik hat die Hochschule Osnabrück im Zeitraum von Januar bis April 2018 umfangreiche Daten aus allen 16 Bundesländern zusammengetragen und ausgewertet. Grundlage der Analyse bilden öffentlich zugängliche statistische Daten zur Ausbildung an Berufsfachschulen für Logopädie und Studiengängen mit Zulassung für Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, sowie eine schriftliche Befragung von Berufsfachfachschulen und Studiengängen. „Die in dieser Legislaturperiode anstehenden Weichenstellungen für die Logopädie/Sprachtherapie brauchen eine tragfähige Datengrundlage. Dazu soll diese Erhebung beitragen“, begründet Hansen die Initiative.

In 16 Tabellen wird die Ausbildungssituation für den Zeitraum von 2010 bis 2017 dargestellt. So sank die Zahl der Berufsfachschulen von 90 auf 80, zugleich stieg die Zahl der Studiengänge von 24 auf 41, davon bilden wiederum 14 primärqualifizierend aus. Ein Trend, der sich auch in der Entwicklung der Studierenden- und Absolvierendenzahlen sowie der Ausbildungskapazitäten widerspiegelt. Die Ausbildungsgebühren variierten 2017 im gesamten Bundesgebiet, je nach Träger der Ausbildungseinrichtung, zwischen Null und 27.300 Euro. Mehr als zwei Drittel der hauptamtlich Lehrenden der Berufsfachschulen verfügen mittlerweile über eine hochschulische Qualifikation. 88% der SchülerInnen im 1. Ausbildungsjahr waren 2017 hochschulzugangsberechtigt. Die Studiengänge weisen derzeit eine hohe Diversität auf, wie sich unter anderem an der deutlich abweichenden Studiendauer ablesen lässt. Auffallend ist der hohe Anteil an Kooperationen zwischen Berufsfachschulen und Studiengängen. Im Jahr 2017 kooperierten 80% aller Schulen mit einer Hochschule, davon 55% in einem intensiven ausbildungsbegleitenden oder ausbildungsintegrierenden Modell.

Die vollständige Datensammlung steht als PDF zum Download zur Verfügung: https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten-wiso/2018/07/logopaedie-vor-weichenstellungen/

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Hilke Hansen

Fon: 0541.969-3975; h.hansen@hs-osnabrueck.de


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