LEG LOS

(Kommentare: 0)

ECKPUNKTEPAPIER

Am 18.09.2018 - nur 5 Tage nach der Gesprächsrunde mit den VertreterInnen der HeilmittelerbringerInnen - hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Eckpunktepapier mit insgesamt acht Reformschritten vorgelegt: 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/verbesserungen-heilmittelerbringer.html

Das Eckpunktepapier kommt zunächst nur einer Absichtserklärung gleich, soll aber im Frühjahr 2019 überarbeitet in einer Gesetzesvorlage für das "Termin-, Service- und Versorgungsgesetz (TSVG)"münden. Die Verbände dbl, dbs, dba und Logo Deutschland haben Dr. Roy Kühne (MdB/CDU), Berichterstatter für Heilmittel in der AG Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion, eine gemeinsame Stellungnahme zum Eckpunktepapier von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zukommen lassen. Den genauen Wortlaut der Stellungnahme zum Download: https://www.dbl-ev.de/fileadmin/Inhalte/Dokumente/Service/Meldungen/2018/dba__dbl__dbs__LD_Stellungnahme_zum_Eckpunktepapier_des_BMG_Sicherung_und_Weiterentwicklung_der_Heilmittelversorgung_vom_17.09.2018.pdf

Aus diesem Anlass trafen sich am Montag, den 8. Oktober 2018 die vier logopädisch/sprachtherapeutischen Verbände im Bundesgesundheitsministerium mit dem zuständigen Referat.
Die wichtigsten Themen waren:
-    Vergütung / Aufhebung der Grundlohnsummenanbindung
-    Stellung der maßgeblichen Verbände gegenüber dem SHV
-    Zukünftige Verhandlungsführung
-    Direktzugang, Blanko-Verordnung und Versorgungsverantwortung
-    Transparenzregelung
-    Fachkräftemangel
-    Entbürokratisierung / Praxissoftware
-    Therapien in Einrichtungen

Die Verbände konnten wiederholt deutlich machen, an welchen Stellen sich die Logopädie/Sprachtherapie von den anderen Heilmittelberufen faktisch unterscheidet und in welchen Themenbereichen noch Unklarheiten in der rechtlichen, organisatorischen, finanziellen und strukturellen Umsetzung bestehen. Das BMG signalisierte Interesse an der fachlichen und berufspolitischen Expertise der logopädisch/sprachtherapeutischen Verbände.

 

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Runder Tisch der Heilmittelverbände mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Am 13. September 2018 fand in Berlin im Bundesgesundheitsministerium ein zweieinhalb stündiges gemeinsames Treffen von Minister Jens Spahn mit VertreterInnen der Heilmittelverbände und weiteren VertreterInnen "aus der Praxis" statt. Letztere waren durch eine vom Minister initiierte Facebook-Bewerbung ("TherapeutenAmZug") hinzugeladen worden. Nach etwa 100 Tagen im Amt lud Spahn dazu ein, gemeinsam über mögliche Maßnahmen im Heilmittelbereich zu sprechen und zu diskutieren. Unter dem Motto: "Nicht, was schlecht oder gut ist, wollen wir heute thematisieren, sondern was wir besser machen können?" fragt Spahn nach der Situation der Heilmittelverbände und der Menschen "aus der Praxis". Alle nachfolgenden Punkte wurden diskutiert, viele im Konsens, aber teilweise auch kontrovers:

  • Vergütungssituation nach Inkrafttreten des HHVG
  • Kassenverhandlung/Verlauf seit HHVG
  • Wünsche an zukünftige Rahmenbedingungen für Kassenverhandlungen
  • Ausbildung/Schulgeldfreiheit/Akademisierung
  • Entbürokratisierung/Praxissoftware
  • Versorgungsverantwortung (Blanko-Verordnung versus Direktzugang)

Nun werden nun im Bundesgesundheitsministerium Vorschläge erarbeitet, mit denen die drängenden Probleme im Heilmittelbereich angegangen werden sollen. Ein weiteres Treffen mit den Heilmittelverbänden wurde von allen maßgeblichen Verbänden ausdrücklich gewünscht.

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

COACH-Fragebogenstudie

Fragebogenstudie der Universität Potsdam zu Ressourcen von Jugendlichen mit chronischen körperlichen Erkrankungen. Ein Teilprojekt des Forschungsverbundes COACH (Chronic Conditions in Adolescents: Implementation and Evaluation of Patient-centred Collaborative Healthcare). Es werden die Jugendlichen selbst und auch ihre Eltern befragt. Fragen an die Jugendlichen (hier), Fragen an die Eltern (hier).

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Forderungen der Logopädie an die Politik

"Logopädinnen brauchen endlich eine faire und auskömmliche Bezahlung, daher führt an der dauerhaften Abkopplung der Vergütung von der Grundlohnsumme einfach kein Weg vorbei", so Frauke Kern, Bundesvorstandsmitglied des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e. V., bei einem Treffen der maßgeblichen Heilmittelverbände mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. In der Gesprächsrunde wurde gestern die katastrophale Lage der HeilmittelerbringerInnen dargestellt und Vorschläge eingebracht, wie die Berufe gestärkt und die Situation der TherapeutInnen verbessert werden könnten. "Die Umsetzung der Vorschläge von Dr. Roy Kühne (MdB) für ein Sofortprogramm für den Heilmittelbereich wäre ein erster wichtiger Schritt - weitere müssen folgen", so Kern. Zusätzliche Maßnahmen, wie u. a. die Novellierung der Berufsgesetze und die Entlastung der LogopädInnen durch Entbürokratisierung ihrer Arbeit, seien ebenfalls notwendig, um den Beruf weiterhin attraktiv zu halten und die beginnende Berufsflucht zu stoppen. "Wir brauchen die hundertprozentige grundständige Akademisierung für den Bereich Logopädie/Sprachtherapie für eine evidenzbasierte Patientenversorgung! Nach Ablauf der Modellklausel muss daher die Überführung der Modellstudiengänge in das Regelstudium erfolgen. Wir hoffen, dass Herr Spahn unser Bestreben in diese Richtung positiv vorantreibt", mahnt Kern.

Jens Spahn hat zugesichert, dass von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums in den nächsten zwei Wochen Vorschläge erarbeitet werden, um die Lösung der konkreten Probleme im Heilmittelbereich anzugehen. "Wir sind gespannt auf die Ergebnisse des gestrigen (Anm. d. Red.: 13.09.2018) Treffens. Wir brauchen dringend eine Verbesserung der Situation der Logopädie/Sprachtherapie und dies ist nun endlich auch in der Politik angekommen", resümiert Kern.

(presseportal.de/pm/34356/4061503)

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Wichtige Umfrage zur Transparenzregelung

In den vergangenen beiden Jahren konnte nach Inkrafttreten des Heil- und Hilfsmittel-Versorungsstärkungsgesetzes (HHVG) mit der Abkopplung von der Grundlohnsummen eine wesentliche Preissteigerung mit den Krankenkassen vereinbart werden. Ausgenommen sind davon noch die Bundesländer Sachsen und Thüringen, in denen das Schiedsverfahren andauert. Teil der Vereinbarungen ist die sogenannte Transparenzregelung, in der der Gesetzgeber einen Nachweis verlangt, dass diese Vergütungssteigerungen auch an die angestellten TherapeutInnen in den freien Praxen weitergegeben werden.

Um hierfür konkrete Zahlen zu erhalten, bitten Sie der dbl, dbs und dba sehr herzlich sich 5 Minuten Zeit zu nehmen und die gemeinsame kurze Umfrage zu beantworten. Sie unterstützen die Verbände dadurch wesentlich in der Argumentation in den Verhandlungen und den anstehenden politischen Gesprächen zur Verbesserung der Situation der SprachtherapeutInnen/LogopädInnen.

Die Umfrage sich nur an Praxen mit Angestellten bzw. an in Praxen angestellte TherapeutInnen und sie erfolgt selbstverständlich anonym.

https://umfrage.hu-berlin.de/index.php/755375?lang=de

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Eine Zukunft ohne Therapieberufe?

Studierende des Masterstudiengangs Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius möchten in einer aktuellen Studie ermitteln, ob sich die Berufsbedingungen für TherapeutInnen in Zukunft so ändern, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Ergotherapie, Logopädie Physiotherapie und Podologie sicher gestellt werden kann. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die Frage, ob und wie Kostenträger, Berufsverbände und Entscheidungsträger in der Politik auf die Abwanderung von TherapeutInnen aus ihrem Beruf reagieren und welche Lösungsmöglichkeiten für die Problematik erarbeitet werden können.

Die Erhebung ist eine Folgeuntersuchung zur Studie „Ich bin dann mal weg“, die im vergangenen Jahr von WissenschaftlerInnen der Hochschule Fresenius durchgeführt wurde. Diese kam zu dem Ergebnis, dass jedeR vierte HeilmittelerbringerIn aus dem Beruf aussteigt und jedeR zweite über einen Berufsausstieg nachdenkt. Als Gründe wurden fehlende berufliche Perspektiven, Vergütungssätze knapp über dem Mindestlohn und mangelnde berufliche Anerkennung in Gesellschaft und Politik genannt.„Was wir schon vorab sagen können: Viele der zum Thema angefragten Experten aus dem politischen Umfeld oder dem Umfeld der Krankenkassen haben ein Interview abgelehnt oder erst gar nicht auf die Anfrage reagiert“, berichtet Prof. Dr. Sabine Hammer, Dekanin des Studiengangs Therapiewissenschaften. „Das ist auch insofern interessant, weil Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf die Versorgung mit Heilmitteln haben, sofern diese medizinisch notwendig ist.“

Die Ergebnisse der Studie werden am 29. September 2018 ab 10.00 Uhr in der Hochschule Fresenius in Idstein im Rahmen eines Forschungssymposiums mit anschließender Podiumsdiskussion vorgestellt.

Interessierte sind herzlich zum Mitdiskutieren eingeladen. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Anmelden können sich InteressentInnen unter dem Link http://bit.ly/SymposiumTherapiewissenschaften



Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Bundesweite Protestaktion

Am Samstag, den 25.08. ruft die Aktionsgruppe "Therapeuten am Limit" zur bundesweiten #kreideaktion in Deutschland auf.

Damit demonstrieren LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen, PodologInnen und DiätassistentInnen gegen die sich rapide verschlechternde Versorgung von PatientInnen. Diese bekommen zunehmend schwieriger freie Therapietermine und nicht alle bisherigen Leistungen wie Hausbesuche oder die Lymphdrainage können noch ausreichend abgedeckt werden. Grund hierfür sind die verheerenden und unattraktiven Rahmenbedingungen der TherapeutInnen. Geringe Vergütungen durch die Krankenkassen, hoher Bürokratischer Aufwand und fehlende Arbeitskräfte verschärfen die Situation der Heilmittelerbringer weiter drastisch und nötigen zunehmend mehr KollegInnen zur Praxisschließung.

Aktuell liegt das durchschnittliche Bruttogehalt für eine Vollzeitstelle in Deutschland bei ca. 2.200 EUR. Der aktuelle Aufwand durch die bürokratischen Vorgaben der Krankenkassen wird durch die Vergütungen nicht honoriert und kostet eine durchschnittliche Praxis ca. 56 Arbeitstage pro Jahr. Für alle freien Praxen zusammen bedeutet das ca. 1 Milliarde EUR Verlust. Durch praktikablere und praxisnahe Lösungen, könnten die TherapeutInnen wieder ihrer eigentlichen Profession nachgehen.

Bei der #kreideaktion malen TherapeutInnen den Schriftzug "Therapeuten am Limit" auf öffentliche Wege und Straßen, um mit PassantInnen über ihre Situation ins Gespräch zu kommen. Dass die Not deutschlandweit sehr groß ist, zeigt sich in der bisherigen Organisation. Innerhalb weniger Wochen haben sich über 70 Orts- und Regionalgruppen gebildet. Diese planen den Protesttag bei sich vor Ort. Die bundesweite Protestbewegung geht auf die Aktion von Heiko Schneider zurück, der zu Beginn des Jahres mit dem Fahrrad von Frankfurt am Main nach Berlin gefahren ist um seinen und 1.000 weitere Brandbriefe Jens Spahn zu übergeben. Denn die schlimmen Bedingungen für die HeilmittelerbringerInnen durch die Krankenkassen gefährden nicht nur deren Zukunft, sondern auch die Grundversorgung der Bevölkerung mit notwendigen Heilmitteln vor Ort. (presseportal.de/pm/130645/4039688)

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

#TherapeutenAmZug

Das Bundesgesundheitsminsterium (BMG) lädt TherapeutInnen  via Social Media dazu ein, ihre Anliegen unter dem Hashtag #TherapeutenAmZug per Video zu äußern.

Weiterlesen …