LEG LOS

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Neuer Folder zum Thema Schluckstörungen bei Erwachsenen

"Schlucken - lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich" - das Motto des diesjährigen Europäischen Tages der Logopädie am 6. März 2017. Hierbei kann der neue dbl-Folder mit Informationen über Schluckstörungen bei Erwachsenen eine gute Hilfe sein. Verfasst wurde er vom Dysphagieteam der Universitätsklinik Aachen. Bestellung: https://www.dbl-ev.de/service/shop/dbl-publikationen.html?categoryId=55&action=items

 

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Hirnschädigungen

Bilderbuch und Kurzfilm helfen Kindern verstehen

Nach einer Hirnschädigung, zum Beispiel durch einen Schlaganfall oder eine Verletzung, verändert sich das Leben von PatientInnen und ihren Angehörigen häufig dramatisch. Schon Erwachsene sind mit den Symptomen oft überfordert. Kinder verstehen erst recht die Welt nicht mehr. Mit einem Kurzfilm zum Thema Gesichtsfeldausfall und einem Bilderbuch über den Schlaganfall haben NeurowissenschaftlerInnen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) neue Wege gefunden, um Kindern das Verständnis zu erleichtern. Das Projekt fügt sich ein in die Bemühungen der Bochumer NeurowissenschaftlerInnen, Kindern und Jugendlichen die faszinierende Welt des Gehirns zu erklären und sie für neurowissenschaftliche Forschung zu begeistern. Im Rahmen der Ausstellung zum jährlichen Malwettbewerb der International Graduate School of Neuroscience und des Sonderforschungsbereiches 874 wurden nun Film und Buch zum ersten Mal offiziell vorgestellt.
Informationen über die neuropsychologischen Veränderungen, die nach einer Hirnschädigung auftreten können, einfach zu vermitteln, ist Ziel eines groß angelegten Projektes des Neuropsychologischen Therapie-Centrums unter der Leitung von Prof. Dr. Boris Suchan. Nach einem neuropsychologischen Online-Ratgeber für Erwachsene (www.ratgeber-neuropsychologie.de) geht nun eine Version für Kinder an den Start (www.dein-gehirn.com):
Pip und Milli führen durchs Gehirn
Pip und Milli, zwei Nervenimpulse, erklären kindgerecht und einfach, was im Gehirn passiert, wenn zum Beispiel Papa ständig vor Hindernisse läuft, obwohl er doch eigentlich trotz seines Schlaganfalls noch gut sehen kann. Dieses Phänomen erklärt ein erster Animationsfilm, der in Kooperation mit dem Studiengang Film und Sound an der Fachhochschule Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. Sandra Hacker und dem Fachhochschullabor für Interaktionsfilm Kiu entstanden ist. Pip und Milli führen durch „Brainpolis“ und zeigen, was im Sehzentrum dieser fiktiven Stadt passiert, wenn man einen Gesichtsfeldausfall erleidet und infolgedessen nicht mehr alle Teile seiner Umgebung richtig wahrnehmen kann. Das Projekt wird von der Kroschke Kinderstiftung gefördert.

Stau in Opas Kopf
Ebenfalls Teil des Projekts ist das in mehreren Sprachen erhältliche Kinderbuch „Stau in Opas Kopf“. Darin erfährt die Schülerin Frida, dass ihr Opa Gustav einen Schlaganfall hat. In einfachen Worten lernt das Mädchen, was das eigentlich bedeutet und wie sich Opas Leben nun verändert. Entworfen wurde das Buch von RUB-Studentin Monika Owczarek. Unter Betreuung von Boris Suchan und Privatdozentin Dr. Patrizia Thoma schrieb sie darüber ihre Bachelorarbeit an der Fakultät für Psychologie.
Der Film und das Buch sind der Beginn einer geplanten Reihe.

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Materialtipp

Wortlisten erstellen mit wortkowski.de

Der wortkowski Online-Wortlistengenerator ist das erste Produkt des Berliner Startups evivecare GmbH. Es wurde Mitte November 2016 beim 10. Herbsttreffen Patholinguistik vorgestellt und erhielt viele positive Rückmeldungen. Am Ende folgte dann oft die Frage, warum es solch ein Werkzeug erst jetzt gebe. Nun ist es da und die Verwendung ist bis auf weiteres kostenlos.

Viele LogopädInnen/SprachtherapeutInnen benötigen für ihre tägliche Arbeit individuelle Wortlisten. Die manuelle „maßgeschneiderte“ Erstellung ist relativ zeitaufwendig. Hier ist ein typisches Beispiel: „Um den Lippenschluss zu trainieren, suche ich für meine Patientin mit Fazialisparese eine Liste von ein- und zweisilbigen Wörtern, die den bilabialen Laut [p] in initialer Position ohne Konsonantencluster enthält – weitere bilabiale und labiodentale Laute sollen zunächst nicht dabei sein“ – Mit wortkowski.de lässt sich diese Wortliste innerhalb von Sekunden generieren und ausdrucken.

In der ersten (Beta-)Version bietet das Tool bisher 4 unterschiedliche Filter an:

(1) Lautsequenz, die in den Wörtern der Ergebnisliste enthalten sein soll – inklusive Angabe, wo im Wort sie stehen soll (initial, medial, final)

(2) Laute, die in den Ergebniswörtern nicht enthalten sein sollen

(3) Anzahl der Silben (1-3)

(4) Anzahl der Laute im Wort (von...bis)

Beispiele für ein- und zweisilbige Wörter mit [p] (nur initial, ohne Konsonantencluster), ohne weitere bilabiale [b, m] und labiodentale Laute: Posten, Pirat, peinlich, pauschal, passen, pökeln (je zwei Nomen, Adjektive und Verben im Infinitiv).Besonderheit: Statt der Laute können auch Lautklassen gesucht werden (Konsonant, Vokal- auch „lang“ oder „kurz“, alle Artikulationsorte – von bilabial bis glottal).

Die Datenbank besteht zurzeit aus 2.001 Wörtern, die nach zahlreichen Eigenschaften klassifiziert sind. Die Zusammenstellung des Korpus basiert auf theoretischen Grundlagen sprachtherapeutischer Fachbücher, die von ExpertInnen (u. a. PatholinguistInnen der Uni Potsdam) nach praktischen Gesichtspunkten ausgewählt wurden. Bis Ende des Jahres wird die Datenbank auf über 5.000 Wörter erhöht, es werden kontinuierlich neue Filter programmiert und bereits an Übungstools gearbeitet, die von den TherapeutInnen auch an die PatientInnen gegeben werden können.

Klicken sie hier für die Beispiel-Verwendung auf YouTube

Jetzt zur kostenlosen Nutzung anmelden: www.wortkowski.de

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(Un-)Worte des Jahres 2016

Alljährlich werden aus Tausenden Vorschlägen Wörter und Wendungen heraus gesucht, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich besonders bestimmt haben und angeblich Auskunft über die Befindlichkeit einer Nation geben. Für die Auswahl entscheidend ist nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz, Popularität und sprachliche Qualität. 

Da es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen angeblich zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten gehe, ist dieses Jahr der Begriff „postfaktisch“ von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gekürt worden, denn das das Wort stehe für einen tiefgreifenden politischen Wandel. „Postfaktisch“ hatte es vor kurzem in der Übersetzung „post-truth“ schon zum „International Word of the Year“ 2016 gebracht. Auf Platz zwei landete das Kunstwort „Brexit“, mit dem der geplante Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) bezeichnet wird. Das vorangegangene Referendum sei zugleich ein „Triumph postfaktischer Politik“ gewesen, denn die Befürworter seien mit zum Teil gezielten Fehlinformationen vorgegangen. Als drittes rangiert der Begriff „Silvesternacht“, mit dem nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen (vor allem in Köln) nun neue, unerfreuliche Assoziationen verbunden seien. Auch das das Jugendwort des Jahres 2016 wurde gekürt: "Fly sein" setzte sich gegen Konkurrenten wie "isso", "Vollpfostenantenne", Tindergarten und Hopfensmoothie durch und bedeutet jemand oder etwas "geht besonders ab".

Auch die Aktion Unwort des Jahres soll das Bewusstsein und die Sensibiltät für Sprache fördern. Die Jury nimmt bei ihren Entscheidungen sachlich unangemessene oder inhumane Formulierungen im öffentlichen Sprachgebrauch in den Blick, um damit zu alltäglicher sprachkritischer Reflexion aufzufordern. Somit wurde der Begriff Volksverräter das Unwort des Jahres 2016, weil es ein „Erbe von Diktaturen“ u. a. der Nationalsozialisten, sei.

Als "Anglizismus des Jahres" wurde der Ausdruck "Fake News" gewählt, zu dem es keine deutsche Entsprechung gibt, da Falschmeldung nicht zwischen bewusster Irreführung und echten Fehlern unterscheidet. Auf Platz 2 und 3 folgen die Substantive "Darknet" und "Hate Speech".
 
 
Das österreichische Wort des Jahres 2016 ist ebenso lang wie das Phänomen, das damit bezeichnet wurde: Die WählerInnen hätten das „anschauliche“ Wort „Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung“ (51 Buchstaben!) mit deutlicher Mehrheit an die erste Stelle gesetzt, teilte die Forschungsstelle Österreichisches Deutsch in Graz der Presse mit. Das Wort sei "sowohl inhaltlich als auch aufgrund seiner Länge ein Sinnbild und ironischer Kommentar für die politischen Ereignisse dieses Jahres, das vom überaus langen Wahlkampf für die Bundespräsidentenwahl, der Anfechtung der Stichwahl, deren Wiederholung und zusätzlich auch noch von der Verschiebung derselben gekennzeichnet ist", begründete die Fachjury. Sprachlich zeige es auch sehr gut eine Eigenart der deutschen Sprache, in der beliebig viele Substantive aneinandergereiht und so neue Wörter gebildet werden können, deren Länge praktisch unbegrenzt ist. Auch die weiteren Plätze waren von der Präsidentenwahl beeinflusst: Rang zwei ging an "Bundesheinzi", Rang drei belegte "arschknapp". Der Spruch des Jahres hat ebenfalls die Länge der Wahl zum Thema: „Bundespräsidentenwahl 2016-2019: Ich war dabei!“.
Das österreichische Jugendwort des Jahres ist eigentlich ein Satz, nämlich: "Was ist das für 1 Life". Dies sei ein in sozialen Medien weitverbreiteter Ausdruck. Von den Jugendlichen wird damit eine gewisse resignative Grundhaltung zum Leben ausgedrückt, das oft als mühsam, stressig und als wenig hoffnungsvoll empfunden wird", urteilte die Jury.
Zum Unwort des Jahres 2016 wurde in Österreich "Öxit" gewählt. "Hierbei handelt sich es sich um eine unreflektierte Analogiebildung zu 'Grexit' bzw. 'Brexit', das in den Medien den früheren Ausdruck 'Austritt aus der EU' ersetzt hat. Zum Unwort wird es vor allem durch seine unreflektierte und häufige Verwendung, was vorhandene Tendenzen und Bestrebungen verstärkt und den Austritt aus der EU gewissermaßen herbeiredet, obwohl es seitens der Bevölkerung dazu keine Mehrheit gibt", so die Jury. Auf dem zweiten Platz landete "Asylobergrenze", gefolgt von "Willkommensklatscher" auf dem dritten Rang.                                                          
(ke)

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Schlichtungsstelle für Behinderte

Im Sommer 2016 trat das neue Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft. Eine wesentliche Neuerung des Gesetzes ist eine Schlichtungsstelle nach dem BGG. Seit dem 05.12.2016 können sich Menschen mit Behinderungen an die unabhängige Schlichtungsstelle wenden, wenn sie sich in ihren Rechten nach dem Behindertengleichstellungsgesetz verletzt fühlen. Damit wird eine außergerichtliche und rasche Streitbeilegung für Menschen mit Behinderungen ermöglicht. Die Schlichtungsstelle ist bei der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen eingerichtet. Auch Verbände, die nach dem Behindertengleichstellungsgesetz anerkannt sind, können dieses Angebot nutzen. http://www.behindertenbeauftragte.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/PM26_EinrichtungSchlichtungsstelle.html

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Förderprogramm „Gesundheit online“

Kostenfreie Webseitenerstellung für Gesundheitsberufe 

Um Interessierten einen Überblick und ersten Eindruck zu ermöglichen sowie wichtige Informationen (wie Leistungsspektrum oder Öffnungszeiten) bereitzustellen, ist ein Webauftritt sehr wichtig. Wer eine alte oder bislang gar keine Homepage besitzt, hat nun die Möglichkeit, das zu ändern:

Mit dem Webseiten-Förderprogramm „Gesundheit online“ auf www.azubi-projekte.de können sich verschiedene Einrichtungen, z. B. aus dem Bereich der Heilberufe, von Auszubildenden und Studierenden des Fördervereins eine Webseite erstellen oder eine bereits bestehende überarbeiten lassen.

Der Förderverein für regionale Entwicklung e. V. aus Potsdam entwickelt seit mehr als zehn Jahren Internetseiten. Um besser auf die Wünsche und Bedürfnisse der ProjektpartnerInnen, hinsichtlich Aufbau und Struktur der Seite, eingehen zu können, wurde speziell das Förderprogramm „Gesundheit online“ ins Leben gerufen. Dank des Förderprogramms ist die komplette Homepageerstellung kostenfrei – von der Dateneingabe über das Design bis zur Online-Schaltung. Nur die Hostinggebühren, die reduziert angeboten werden können, müssen übernommen werden.

Neben der Informationsbereitstellung über die Webseite, wird zusätzlich ein kostenloser passwortgeschützter Bereich zur Verfügung gestellt. In diesem können Formulare, Vorlagen, Bilder und weitere Dokumente von z. B. MitarbeiterInnen mit personenbezogenen Daten, welche nicht für Dritte einsehbar sein sollen, bereitgestellt, Zeit und Papier gespart und der Datenschutz im Arbeitsalltag gewährleistet werden.

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Krankenhausaufenthalt

Wenn Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen ins Krankenhaus müssen, bedeutet dies für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Damit das nicht zur Überforderung wird, ist es wichtig, die Zeit vor und während des Krankenhausaufenthaltes gut vorzubereiten bzw. aktiv zu begleiten. Die Fachverbände haben mit den Krankenhausgesellschaften eine Checkliste zur Kooperation von Einrichtungen der Behindertenhilfe mit Krankenhäusern vereinbart. Diese sog. „Liste von Gesichtspunkten für Abstimmung und Absprachen“ soll den Verantwortlichen in den Diensten und Einrichtungen der Eingliederungshilfe eine inhaltliche Orientierung geben, wenn sie auf Verantwortliche in den Krankenhäusern zugehen möchten, um im beiderseitigen Interesse und vor allem im Interesse der guten Krankenhausversorgung der KlientInnen Absprachen und Vereinbarungen zur Zusammenarbeit zu treffen. Außerdem hat der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V. für Familien mit behinderten Angehörigen eine praktische und hilfreiche Checkliste zum Krankenhausaufenthalt von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen zusammengestellt.

Fachverbände-Checkliste für Krankenhausaufenthalt

Checkliste des LVKM-Baden-Württemberg zum Krankenhausaufenthalt

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Pflegereform

Neuregelungen für Pflegebedürftige ab 2017

Am 1. Januar 2017 wird der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff im Recht der Sozialen Pflegeversicherung (SGB XI) eingeführt. Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es künftig fünf Pflegegrade. Das Begutachtungssystem, nach dem der Grad der Pflegebedürftigkeit ermittelt wird, wird dazu auf eine neue Grundlage gestellt. Wer bereits heute pflegebedürftig ist, wird ohne erneute Begutachtung in das neue System übergeleitet. Die wesentlichen Änderungen des PSG II finden Sie im Überblick.

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